Detailinformationen zur Sedierung und Narkose

Manchmal ist es besser, wenn Ihr Tier während der Untersuchung oder Behandlung schläft. Hier finden Sie weitere Informationen zum Unterschied zwischen einer Sedierung und einer Narkose:

Narkose

Für Operationen werden Tiere, genau wie Menschen, in Narkose gelegt. Manche Eingriffe, die in der Humanmedizin unter lokaler Betäubung durchgeführt werden können, erfordern beim Tier eine Vollnarkose.

Foto: ALTERNATIVTEXT FOLGT!!.

Trotz aller Bemühungen um gute Zusammenarbeit ist es uns noch immer nicht gelungen, unsere vierbeinigen Patienten z.B. bei Zahnbehandlungen zum Stillhalten zu bringen.

Unterscheidung zwischen Sedierung und Vollnarkose

Unter gewissen Voraussetzungen ist es möglich, lediglich eine Sedierung in Verbindung mit einer Lokalanästhesie einzusetzen.

Während bei der Vollnarkose das Bewußtsein, die Schmerzempfindung und die Bewegungsfähigkeit ausgeschaltet werden, sind bei einer Sedierung diese Funktionen teilweise noch aktiv. Beispielsweise erfordern gewisse Röntgenaufnahmen lediglich eine Entspannung der Muskeln, sind jedoch nicht schmerzhaft. Hier leistet die Sedierung gute Dienste.

Verwendung der Medikamente

In der Tierarztpraxis St. Franziskus steht uns eine große Auswahl verschiedener Sedativa und Narkotika zur Verfügung. Dr. Giesbert wird im Einzelfall entscheiden, welche der geeigneten Kombinationen für Ihr Tier am sichersten ist. Durch die Kombination verschiedener Medikamente kann ihre optimale Wirkung ausgenutzt werden, dabei aber die Dosis gering gehalten und die Nebenwirkungen reduziert werden. Die Wahl eine gut ausbalancierten Anästhesie erfordert viel Erfahrung und genaues Wissen um die Eigenschaften der einzelnen Medikamente.

Gerne kombiniert man eine injizierbare Vorbehandlung mit einer in die Vene gespritzten Einleitung der Narkose, um dann einen Schlauch in der Luftröhre platzieren zu können. Über diesenn Tubus wird zur Aufrechterhaltung der Narkose ein Narkosegas eingeleitet, zudem kann die Atmung kontrolliert und gegebenenfalls unterstützt werden.

Für die Erhaltung einer sicheren und wirksamen Narkose verläßt sich Dr. Giesbert nicht auf starre Standarddosierungen. Vielmehr wird unser Patient durchgehend von unserer ausgebildeten Tierarzthelferin Jessica Baumert überwacht. Mit Fingerspitzengefühl, Stethoskop und technischen Monitoren kontrolliert sie den Herzschlag, die Atmung, Kreislauffunktion und Reflexe. Dr. Giesbert kann während der Operation anweisen, die Dosierung nach Bedarf zu regulieren und zusätzliche Medikamente wenn nötig sofort zu verabreichen.

Was passiert mit meinem Tier?

Je nach individuellen Gegebenheiten werden wir Ihren Vierbeiner entweder am Morgen der Operation auf unserer Station ein Bett bereiten, oder Sie bitten, unmittelbar vor der geplanten Operationszeit zu uns zu kommen.

In beiden Fällen wird Ihr Vierbeiner zunächst von Dr. Giesbert untersucht und bekommt dann oft eine vorbereitende Injektion. Die Wirkung einer Spritze in den Muskel tritt nach etwa 15 Minuten ein, die Zeiten variieren je nach Medikament. Der gewünschte Effekt ist äußerlich sichtbar, die Patienten werden schläfrig, die Augenlider hängen, manche werden etwas wackelig auf den Beinen.

In der zweiten Phase wird die Narkose eingeleitet, dafür wird etwas Fell über einer Vene geschoren, meistens am Vorderbein. Dann wird eine Spritze oder Verweilkanüle in der Vene platziert und ein ultrakurz wirksames Anästhetikum nach Wirkung gespritzt. Manche Patienten reagieren mit einem kurzen Streckkrampf oder rudern mit den Beinen. Diese Reaktion ist normal und reflexartig, sie wird vom Tier auch schon nicht mehr wahrgenommen.

Sobald der Patient entspannt ist, führt Dr. Giesbert einen Tubus in die Luftröhre, falls eine Gasnarkose geplant ist. Dann können das Narkosegerät und die Überwachungsmonitore angeschlossen werden.

Spätestens jetzt bitten wir Sie, den weiteren Verlauf der Operation in Ruhe zuhause abzuwarten. Sobald unser Patient anästhesiert ist, kommt es uns auf jede Sekunde an. Je kürzer die Narkose, um so schneller die Regeneration. Dr. Giesbert und seine Mitarbeiter arbeiten seit Jahren zusammen und sind ein effizientes, eingespieltes Team.

Ohne daß Ihr Vierbeiner es weiß, wird er weich und warm gebettet, die Narkose beeinflußt die natürliche Temperaturregulation, so daß wir für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur die Verantwortung übernehmen müssen. Das Operationsfeld wird vorbereitet, dann kommt der Umzug in den sterilen Operationsraum.

Dr. Giesbert führt die eigentliche Operation durch, erhält aber fortlaufend Informationen über die Narkoseparameter von seinen Tiermedizinieschen Fachangestellten. Er bestimmt aufgrund der aktuellen Daten die Anpassung der Narkose.

Nach Abschluss des Eingriffes wird die Zufuhr des Narkosegases abgestellt und Sauerstoff eingeleitet. Gasnarkosen klingen schnell ab und sobald unser Patient einen Schluckreflex bekommt, wird der Luftröhrentubus entfernt. Wenn die Atmung stabil ist, verlegen wir Ihr Tier auf die Station, wo der weitere Verlauf der Aufwachphase überwacht wird.

Wenn Sie Ihren Liebling endlich wieder abholen dürfen, ist er bei vollem Bewusstsein und kann in der Regel selbstständig laufen. Es ist hingegen völlig normal, daß unsere Patienten am Tag der Operation noch müde sind und sich nur zuhause ins Körbchen kuscheln möchten. Sorgen Sie für eine angenehme Raumtemperatur und bieten sie gegen Abend eine kleine Mahlzeit an. Wir geben Ihnen genaue Anweisungen für die Nachsorge in jedem speziellen Fall.

Ist eine Narkose nicht riskant?

Mit Sedierungen und Narkosen beeinflussen wir lebenswichtige Körperfunktionen wie Herzschlag, Kreislauf, Atmung und Temperaturregulation.

Es wäre gelogen, zu behaupten, da gäbe es gar kein Risiko. Dr. Giesbert wird Sie während eines ausführlichen Vorgespräches über die allgemeinen und für Ihr Tier individuellen Risiken aufklären. Er wird Ihnen erläutern, wie diese Risiken im Einzelnen zu minimieren sind und mit Ihnen abwägen, ob das Risiko im Verhältnis zum erwarteten Erfolg des geplanten Eingriffes akzeptabel ist.

Wir beraten, Sie entscheiden über eine Operation an Ihrem Tier. Seien Sie jedoch versichert, daß Dr. Giesbert in jedem Falle das Wohl seiner Patienten als oberstes Gebot berücksichtigt.

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